Benedikt Peters - Der 11. September, der Islam und das Christentum
Seit dem 11. September ist die Welt nicht mehr die gleiche. Ich
saß im Arbeitszimmer an meinem Computer, als meine Frau
hereinplatzte: »Hast du schon gehört? In Amerika ist etwas ganz
Furchtbares passiert!« Ich drehte das Radio an, und obwohl es
gar nicht Zeit war für Nachrichten, redeten mehrere Nachrichtensprecher
durcheinander, mit teils erregter, manchmal stockender
Stimme von Dingen, die noch immer unfassbar sind.
Ich hatte nur wenige Minuten zugehört, und es ging mir wie
allen andern: Ich spürte, dass jetzt etwas passiert war, dass die
Welt verändert hatte.
Wir fühlen uns seither nicht mehr sicher in dieser Welt. Sie
war nie sicher; und sie ist seit dem 11. September nicht wesentlich
unsicherer geworden. Aber jetzt fühlen wir es. Viele haben
Angst. Diese Angst hat mit der Bedrohung zu tun, die im Namen
einer ganz bestimmten Weltreligion offen ausgesprochen
worden ist. Man hat im Namen Allahs, des Gottes Mohammeds,
der Führungsmacht des Westens, und ihrem Protegé, Israel,
den Krieg erklärt.
Viele sind aufgeschreckt. Ist das also der Islam ohne Maske?
Experten und Politiker haben sich beeilt, der verunsicherten
Öffentlichkeit zu beteuern, das sei nicht die Art des Islam. Diese
Religion sei von Fanatikern missbraucht worden.
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